Über 3000 Einzelteile gilt es zu Verarbeiten, bis die "Dora" im Maßstab 1/35 fertig gestellt ist. 3000 Einzelteile, an insgesamt 96 Spritzlingen, dazu 147 separate Einzelteile, wie 16 Fahrwerkteile, 80 Laufrollen, 6 Teile für das Geschützrohr und 16 Aluminiumprofile für das Schienenstück. Weiterhin 10 große Ätzteile, Schrauben und Federn beinhaltet der immerhin 26Kg schwere und 110x55x35cm messende Karton. Alle Teile sind separat in Klarsichtfolien verpackt und aufgeteilt auf weitere 5 stabile Kartons.
Die Fahrgestelle der vier Transportwagons (Fahrwerk der "Dora") bestehen jeweils aus vier Ober- und Unterteilen, sowie je 2 Seitenteile. Hier werden dann die Achsen samt Rollen, Bremssysteme, Transportbrücken und Aufbauten angebracht. Auch findet sich hier einer der gravierendsten Fehler des Modells: Beim Original bestanden die Fahrgestelle nicht je einem 10-achsigen Fahrwerk, sondern aus zwei getrennten 5-achsigen Wagons. Hier muss also Säge und Eigenarbeit angebracht werden.
Der Aufbau der Fahrwerke besteht aus diversen Kisten, Geländerteilen, Puffer und den Trägern, auf denen die Unterlafette der "Dora" aufmontiert ist. Die Träger sind auf / zwischen den Fahrwerken drehbar gelagert, so dass der Koloss überhaupt um Kurven fahren konnte. Weiterhin werden insgesammt 80 Laufrollen samt Achsaufhängung und Bremsanlagen montiert.
Die weiteren Teile sind für den Zusammenbau der Unter- sowie Oberlafette, der geschützeigenen Kraftzentrale, dem Munitionsaufzug sowie für den Bau der Laufstege samt Geländer. Auch die Verbindungseinheiten der beiden Lafetten sind im Modell beweglich dargestellt und sollten auch so gehalten werden, um das Modell später ohne Probleme auf den Schienen ausrichten zu können.
Das Geschützrohr der "Dora" besteht aus 6 Einzelteilen, dazu kommen einige Teile für den Aufbau des Gegengewichts, des Verschlussblocks und für die Transportwagen für Munition und Kartuschen. Leider findet sich auch hier der zweite, gravierendste Fehler des Modells. Je nach Quelle ist das Geschützrohr um ca. 28cm zu lang geraten und muss daher in mehrere Teile zertrennt und gekürzt werden, um ein maßstabsgetreues Modell zu erhalten.
Weiterhin liegen dem Bausatz sehr schöne und große Ätzteile für den Boden der Drehgestelle sowie für einige Laufstege bei. Für die Präsentation sind 4 je 50cm lange äußerst stabile Kuststoff-Schienenteile dabei, auf denen mittels beigefügten Aluminiumprofilen die Schienen dargestellt werden können. Da die "Dora" hier in einem Diorama dargestellt wird, kommen diese nicht zum Einsatz. Weiterhin gibt es eine Unmenge an Schrauben, Federn und Metallstiften, die zum stabilen Aufbau der "Dora" benötigt werden.
Der Bauplan liegt in Form eines kleinen Handbuchs bei, das außer 3D-Zeichnungen auch einige Originalfotos und historische Informationen bietet. Decals liegen dem Bausatz leider nicht bei, werden aber von diversen After-Market-Anbietern bereits geliefert.
Fazit
Auf den ersten Blick erschlägt einen die enorme Menge an Einzelteilen des Bausatz. Die Qualität macht einen sehr guten Eindruck, die Teile sind trotz der enormen Größe und Materialstärke extrem hoch detailliert und verzugsfrei gearbeitet. Trotz einiger Fehler und Verbesserungsideen auch unverändert ein top Bausatz, der seines gleichen sucht.